Jetzt
Ich glaube mich auf einem Irrweg der Worte tieferer Sinn bleibt wortlos im Inneren meiner Sanftheit gestatte ich Stille ist die Essenz allen Seins liegt im Fließen zwischen Geburt und Tod bleibt der Moment "Ich bin".

© by Fabian Tietz
Anerkennung

Ein Mensch im Amt von hohen Würden 
Trägt doch so manche schwere Bürden.
Muss nicht nur oft moralisch scheinen,
Will er das Volk als Vorbild einen.
Doch kommen ihm bald monetäre
Menschliche Lüste in die Quere.
Ein Freund hilft ihm beim Finden eines
Weges, wie er sich ein reines
Repräsentatives - ja und
Vor allem für den inn´ren Leumund -
Gewissen basteln, wahren kann.
Doch selbstverständlich irgendwann,
Kommt ihm die Presse auf die Schliche,
Behauptet ungeheuerliche
Dinge und hinterfragt ganz frech
Sein Gewissen – ja so ein Pech!
Dabei hat er sichs doch so fein
Zurechtgelegt und ganz haarklein
Die Taktik clever konstruiert
Und laut Kollegen desavouiert.
Ihm gelang´s nicht abzulenken
Vom eigenen moralischen Verrenken.
Doch das Konstrukt ist zementiert
In seinem Hirn, ganz ungeniert.
Drum kann er auch zum Volke sagen:
„Das was ich tat, kann ich ertragen.“
So ist das mit den hehren Leuten,
die sich Anerkennung erbeuten,
ganz ohne Leistung zu erbringen -
da lässt sich nur um Fassung ringen.
Doch Eugen Roth ganz im Gedenken:
Den Weltenlauf kann man nicht lenken!

© by Fabian Tietz

Der Mensch hat keinen Hafen

Wie seine großen Fliederklauen kratzen auf dem Asphalt ist blutgerinntes Leben verkommen zu einem Fleck aus alten Gerüchen der neuen wankenden Zeit in mir bröckelt der Teer aus hölzernen Regalen stürzen Bücher geben und nehmen seine Energie in meinem Kopf der Unzulänglichkeit vor dem was auf den Blättern an den aderlosen Ästen noch kommen mag ergebe ich mich diesem Fluss und erlasse alle Regeln der Konstruktion in diesen Zeilen deiner Hände.

© by Fabian Tietz

Inspiriert durch Miroslav Dusanic, Link:http://miroslavdusaniclyrik.blogspot.com/2011/05/du-neigst-dich.html
Reiseschnitt
Die Sonne hat ihre Bahnen verändern sich in allen Zeiten muss man sich sehen und schöpfen mit großen Augen blendet die glänzende Fassade hinter uns beginnt für andere ein Neues ist gut zu vereinbaren mit schnellem Wandel verlierst du schöne Gedanken machen sich breit und wärmen den Schoß vor Lasten zu schonen schenkt Bewegung der Freiheit herrscht nur dort wo das Leben sich setzt jemand alles auf eine Karte gewinnt die Erfahrung lernt durch Verlust treibt immer weiter in das Nichts fällt der Mensch beim Suchen sollte er wahrnehmen wie das Finden ihn umgibt.

© by Fabian Tietz
Unfertig
Des Atems weise Hand zeigt dir ihre Linien,
mit allen roten Flüssen, die dich wärmen und erhalten.
Schützende Flächen, gleich den Kronen alter Pinien,
und blühende Zweige lassen dich deines Glückes walten.

© by Fabian Tietz