Anerkennung
Ein Mensch im Amt von hohen Würden
Trägt doch so manche schwere Bürden.
Muss nicht nur oft moralisch scheinen,
Will er das Volk als Vorbild einen.
Doch kommen ihm bald monetäre
Menschliche Lüste in die Quere.
Ein Freund hilft ihm beim Finden eines
Weges, wie er sich ein reines
Repräsentatives - ja und
Vor allem für den inn´ren Leumund -
Gewissen basteln, wahren kann.
Doch selbstverständlich irgendwann,
Kommt ihm die Presse auf die Schliche,
Behauptet ungeheuerliche
Dinge und hinterfragt ganz frech
Sein Gewissen – ja so ein Pech!
Dabei hat er sichs doch so fein
Zurechtgelegt und ganz haarklein
Die Taktik clever konstruiert
Und laut Kollegen desavouiert.
Ihm gelang´s nicht abzulenken
Vom eigenen moralischen Verrenken.
Doch das Konstrukt ist zementiert
In seinem Hirn, ganz ungeniert.
Drum kann er auch zum Volke sagen:
„Das was ich tat, kann ich ertragen.“
So ist das mit den hehren Leuten,
die sich Anerkennung erbeuten,
ganz ohne Leistung zu erbringen -
da lässt sich nur um Fassung ringen.
Doch Eugen Roth ganz im Gedenken:
Den Weltenlauf kann man nicht lenken!
© by Fabian Tietz