Bewegen

Wo bleibt die nächste Schlacht in unseren Schreibern, die, verflucht im Unheil und dem Sehnen nach dem nächsten großen Energiestoß, sich verzehren und Stille schreien in den verzagten Tagen unserer beschissenen, verdammten, stinkenden Welt? Wo ist das echte Brennen in dem es zu leben wert ist? Wo das goldene, befreiende Denken, dessen Neid der Nährboden seiner Existenz ist? Wo in dieser kranken Selbstherrlichkeit der menschlichen Kälte verbirgt sich ein Saatkorn der Liebe? Wo wächst die Befreiung aus der unbeseelten Daseinspflicht, deren fahler Schein bis zum Tod betäubt? Wo werden die Verdammten verdammt um im Allerwertesten zu leben, aus dem sie mit rosenduftenden Zeilen dennoch den Aasgestank nicht zu tilgen vermögen? Wo ist meine Stimme?

© by Fabian im Namen derer

Kommentare:

  1. Wo ist meine Stimme?

    Ich bagatellisiere ganz hilflos: Bei mir sicher nicht.
    Aber weißt du es vielleicht, wo ist meine Stimme?

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  2. die eigene stimme... wo kann die sein? auch mich beschäftigt das oft. ich glaube, sie sucht sich ihre schleichwege durch das, das da ein stimmgestrüpp - geprägt, erlernt, aufgegriffen - ist. ich glaube, manchesmal tritt sie zutage, in momenten vielleicht, wenn wir begreifen, dass es den mut sie zu sprechen, sie ertönen zu lassen, gar nicht braucht. dass es doch mehr mut kosten müsste, fremdstimme als eigene zu verkaufen, sich selbst, einem anderen. manchesmal tritt sie zutage, funkelt oder schneidet, aber sie ist. und im bemühen sie ganz kennenzulernen, sie zu erlernen, bleiben wir immer wieder zweifelnd, und verzweifelnd, aber auch lebendig, menschlich.

    liebe grüße an dich,
    connie

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  3. Nun das nach innen gerichtete Nachforschen, die Reflexion des eigenen Ichs ist wohl die größte Triebfeder für unser Schreiben. Dabei müssen wir akzeptieren, dass wir im Grunde uns selbst fremd sind. Wir können uns selbst nur in unendlich kleinen Schritten nähern. Der "Grenzübergang" ist dann die Erkenntnis, der Impuls zum Schreiben, auch wenn da immer das letzte Quäntchen an Erkenntnis offen bleibt.
    tjm.

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